00:00:00: Nicht schon wieder diese Frage.
00:00:03: Wird uns KI die Arbeitsplätze wegnehmen?
00:00:05: Hast du keine Sorge, dass Chatchi Bitti oder Klote den Job wegnimmt?
00:00:10: Egal in welcher Gesellschaft man sich begibt auf welche Party man geht sobald man über das berufliche zu sprechen beginnt kommt diese frage unweigerlich hast Du nicht angst davor Dass dich die KI ersetzt?
00:00:24: Darauf gibt's zwei Antworten.
00:00:26: Die eine ist Ja klar, die Sorge sollten wir alle haben.
00:00:30: Schau mal wie leistungsfähig KI allein in den letzten paar Jahren geworden ist und das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.
00:00:37: KI hat Einfluss auf alle unsere Jobs usw.
00:00:42: Das ist die eine Antwort und meistens nicken dann alle und dann wechselt man axelzuckend das Thema.
00:00:49: Es gibt aber auch eine andere Antwort.
00:00:52: Eine mit mehr Substanz Vorne ist wo sich noch keiner auskennt.
00:00:59: Gut so, das verleiht ein Spielraum.
00:01:02: Herzlich willkommen beim Blick nach vorn dem Podcast zur Zukunft von Gesellschaft und Wirtschaft!
00:01:08: Mein Name ist Franz Kümmerer und ich bin Trendforscher.
00:01:13: Es gibt zwei Muster mit denen der Zusammenhang zwischen Technologie- und Arbeitsmarkt erzählt wird.
00:01:19: Seit immer übrigens.
00:01:21: Das eine Muster lautet es ist ein Nullsummenspiel Wir werden weniger Jobs vom Typ X brauchen, weil die Maschinen die Arbeit X übernehmen.
00:01:31: Dafür brauchen wir mehr Jobs von dem Typ Y. Weil irgendwer muss sich ja um die Technik kümmern, muss die Maschine konstruieren, muss sie betreiben und so weiter.
00:01:42: Dieses Narrativ sagt im Wesentlichen x ist gleich y. Mengenmäßig hat Technologie neutrale Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.
00:01:51: Und sogar Hurra!
00:01:53: Der Job Y ist höher qualifiziert, besser bezahlt und spannender als Job X es jemals war.
00:02:00: also am Ende wird alles gut.
00:02:03: Als Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts das Auto alltagstauglicher wurde und zunehmend in den Wettstreit mit Kutschentrat gab es eine klare Prognose durchsetzen wird sich das Auto nicht weil Es gibt ja gar nicht genug Schaföre.
00:02:19: Das ist ein anspruchsvoller Job als der des Crutches.
00:02:24: Als vor dreißig, vierzig Jahren die Digitalisierung der Büros begonnen hat sind viele Tätigkeiten automatisiert worden für die zuvor ganze Abteilungen notwendig waren.
00:02:35: Gleichzeitig sind neue Berufe in der EDV entstanden.
00:02:38: so haben wir das damals noch genannt EDV In der Softwareentwicklung und in der digitalen Infrastruktur.
00:02:45: Und daraus entstand, dass bis heute wirkmächtige Versprechen – Technologie kostet zwar alte Jobs, schafft aber neue bessere.
00:02:55: Dieses Versprechen wird uns ein bisschen später in dieser Folge noch beschäftigen.
00:02:59: Vorerst halten wir mal fest, Narrativ I heißt, mengenmäßig herrscht Gleichstand zwischen Wegfall und Neuschaffung und qualitativ ist es insgesamt sogar ein Upgrade!
00:03:13: Die zweite Erzählung ist das genaue Gegenteil, das ist das Doomsday-Narrativ.
00:03:18: Technologie vernichtet Arbeitsplätze ersatzlos, Jobs fallen weg.
00:03:23: es bleiben nur jene Berufe übrig die die Maschinen gerade noch nicht können.
00:03:28: und auch für diese Erzählungen gibt es Beweise in der Wirtschaftsgeschichte.
00:03:32: In Österreich waren beispielsweise um das Jahr nineteenhundert herum mehr als fortyfünf Prozent der Menschen in der Landwirtschaft tätig also circa jeder Zweite.
00:03:41: Und noch, da war es nach der Fertigung von jetziger Arbeit im Land.
00:03:47: Heute sind das etwa drei Prozent.
00:03:50: Vergleichbares lässt sich auch über Industriearbeitssagen.
00:03:53: am Höhepunkt menschlicher Arbeitskraft waren ca.
00:03:56: vierzig Prozent der Menschen in Berufen der industriellen Fertigung beschäftigt und heute sind es gerade mal um die fünfzehn Prozent.
00:04:05: Für diese Entwicklung gibt es mehrere Ursachen, aber eines verbindet den enormen Kahlschlag in Jobs in der Landwirtschaft und in der Industrie nämlich Technologisierung.
00:04:17: Traktoren- und Metrescher hier Fließband und Roboter da Erzählung zwei somit Kollege Maschine nimmt ihr gnadenlos die Arbeit weg.
00:04:28: In der Gegenwart am Beginn des KI Zeitalters haben beide Erzählungen wieder Hochkonjunktur.
00:04:34: Die eine sagt, White Color Jobs, Büroarbeit wird von KI zwar aufgefressen.
00:04:40: Dafür brauchen wir auf der anderen Seite jede Menge Software-Engineurinnen und Data Scientists.
00:04:45: Irgendwer muss die KI ja entwickeln, muss sie bauen, entstand und im Betrieb halten.
00:04:50: Und das stimmt ja scheinbar auch – die Nachfrage nach IT-Expertinnen und Experten ist ja tatsächlich in letzter Zeit ziemlich hoch gewesen!
00:04:59: Warum ich gerade die Vergangenheitsform verwendet habe, also die Nachfrage ist hoch gewesen.
00:05:05: Dazu später gleich mehr.
00:05:08: Vorher noch die andere Erzählung KI macht uns alle arbeitslos.
00:05:12: Das ist die, die ich eingangs der Folge schon bemüht habe Die, die ihren Ursprung darin findet Dass wir alle pass erstaunt sind was KI jetzt schon alles kann Wie schnell sie sich entwickelt und dass das natürlich nicht spurlos am Arbeitsmarkt vorübergeht Und vorübergehen wird.
00:05:30: Diese Perspektive ist die FOBO berechtigt, the Fear of Becoming Absolute.
00:05:36: FOBO!
00:05:37: Die Angst von der KI um den Job gebracht zu werden.
00:05:41: Diese Sorge wird multipliziert durch entsprechende Medienberichte aber auch durch Jubelmeldungen aus der Tech-Szene selbst wie leistungsfähig die jeweils neueste Version der KI nicht sei oder tatsächlich IST.
00:05:54: manchmal fällt es ja schwer zwischen dem Wunschdenken der IT-Branche die Investoren anziehen und zufriedenstellen muss mit immer neuen Rekordleistungen, um der manchmal doch eher ernüchternden Realität der tatsächlichen Funktionen zu unterscheiden.
00:06:11: Jedenfalls beachtlich sind die Fortschritte von KI alle mal!
00:06:16: Wir erleben die Auswirkungen von Technologie auf Arbeitsplätze ja auch selbst in der Praxis – auch dann wenn sie uns nicht im eigenen Job betreffen?
00:06:27: in jedem Supermarkt acht offene Kassen gegeben hat, mit acht Kassierinnen und Kassieren.
00:06:32: Und heute ist es nur noch einer dafür.
00:06:35: daneben zig Self-Checkout Terminals.
00:06:38: Wir erleben dass wir vor nicht allzu langer Zeit mit Menschen gesprochen haben wenn wir bei einem Produkt eine Frage hatten und die Firma angerufen haben.
00:06:46: Heute gibt es FAQs auf der Webseite und Jetspots.
00:06:50: Bitte sprechen Sie mit der KI.
00:06:52: Dankes sehr.
00:06:53: Die Liste lässt sich gut verlängern, das Resümee bleibt gleich.
00:06:57: Technologie nimmt Arbeitsplätze weg und weil die KI so unfassbar leistungsfähig ist, ist gar kein Ende dieser Entwicklung in Sicht.
00:07:06: Welche Jobs wären denn wenn man ernsthaft darüber nachdenkt nicht gefährdet durch KI?
00:07:12: In tausenden Bürojobs geht diese Sorge um.
00:07:15: auch hochqualifizierte Berufe sind in Sorge.
00:07:18: Brauchen wir wirklich noch so viele Ärzte, wenn KI-Diagnosen genauso gut oder besser stellen kann?
00:07:24: Eine ganz aktuelle Nachrichtensendung letzte Woche hat getitelt welche Forscher werden durch KI ersetzt.
00:07:32: Aber auch am anderen Ende der Scala einfache Berufe sind genau so betroffen.
00:07:37: Taxilenker zum Beispiel werden durch autonomes Fahren ersetzt.
00:07:41: also offenbar kein Ende in Sicht egal wo man hinschaut.
00:07:46: Darum lautet und damit kommen wir zum Anfang der Folge.
00:07:49: Die Antwort eins auf die Frage, hast du nicht Angst davor dass dich die KI ersetzt?
00:07:54: Ja auch so häufig ja klar die Sorge habe ich!
00:07:58: Und dann nicken eben meistens alle.
00:08:03: Aber wie gesagt und darum geht es in der heutigen Folge Es gibt doch eine andere Antwort und die lautet Nein Nicht die KI nimmt dir den Arbeitsplatz weg und auch nicht dein Schreibtisch Nachbar Der Kollege der die KI besser beherrscht als du.
00:08:17: Der Grund, warum dein Arbeitsplatz in Gefahr ist, ist ein anderer.
00:08:21: Er lautet nicht KI sondern er lautet Gier.
00:08:25: Puh!
00:08:26: Gier hat das Wort noch dazu von einem wie mir der ganz sicher kein linker Revolutor ist.
00:08:31: aber keine Sorge ich fange das Wort Gear schon noch ein bisschen später.
00:08:35: bleiben sie dran also... ...der Treiber für den Wandel in der Arbeitswelt ist nicht KI per se.
00:08:43: die Technologie selbst ist nicht der eigentliche Akteur.
00:08:47: die Entscheidungen rund um Technologie sind es.
00:08:49: Und das ist ein fundamentaler Unterschied!
00:08:54: Wenn wir auf meine Beispiele von vorhin zurückkommen, Landwirtschaft, Industriearbeit dann ist doch nicht nur die Überlegung interessant ob und wenn ja in welcher Menge Technologie schon früher und seit jeher Jobs vernichtet hat sondern die Überlebung warum die Gesellschaft trotzdem stabil genug war Diese Übergänge nicht nur zu absorbieren, sondern sogar mit mehr Wohlstand als je zuvor daraus hervorzukommen.
00:09:20: Wie konnte das gelingen?
00:09:23: Und unmittelbar angeschlossen an diese Frage ist die Gesellschaft heute immer noch dazu in der Lage im Angesicht der Umbrüche in der heutigen Arbeitswelt – kann und wird uns das abermals gelingen!
00:09:36: Um es zuzuspitzen hält das Versprechen der Aufstiegsdynamik noch persönlich gesamtgesellschaftlich.
00:09:45: Stark vereinfacht konnte in der Vergangenheit halbwegs realistisch, der Bauer-Fabriksarbeiter werden.
00:09:51: Der Fabriksarbiter konnte sich halbwiegsrealistisch zum Büro angestellten buchstäblich hocharbeiten von der Produktionsstraße im Erdgeschoss hoch in die Büroetagen darüber.
00:10:03: So hart der wirtschaftliche Ruin eines Unternehmens für den Mitarbeitenden war – so hart ebenfalls der Niedergang ganzer Branchen Und so bedrückend die Schicksale der Menschen hat man ein wenig herausgesumpt, auf das größere Bild geschaut.
00:10:18: Dann ist eben aus der Krise Fortschritt entstanden und letztlich sogar mehr Wohlstand für die Gesellschaft und sogar in zahlreichen Fällen auch Aufstieg für die einzelnen Betroffenen.
00:10:30: Nicht alle deren Alterjob durch Automatisierung weggefallen ist haben in der Folge einen niedriger qualifizierten und schlechter bezahlten Job annehmen müssen im Gegenteil.
00:10:42: Aber heute wohin geht heute der Wissensarbeiter?
00:10:46: Wohin gehen die, deren Perspektive bisher genau die Wissenserbeit war – die höher qualifizierte Arbeit, die aber nun ebenfalls in Frage steht.
00:10:56: Dass sich anbannende Drama ist nicht das einzelne Berufe oder ganze Berufsbilder verschwinden.
00:11:03: Es ist sogar substanzieller denn vielleicht erleben wir erstmals eine Technologie, die das ökonomische Prinzip des Mittelstandes der Fähigkeiten aushöhlt Etwas, das moderne Industrie- und Wissensgesellschaften jahrzehntelang getragen hat.
00:11:19: Eine große gesellschaftliche Mitte mit soliden Qualifikationen die sowohl in sich selbst wirtschaftlich sehr wertvoll ist als auch als Projektionsfläche und realistisches Ziel für Aufstieg dient.
00:11:33: Jene große Breite des Arbeitsmarktes auf der moderne Wohlstandsgesellschaft beruhen weil sie einerseits selbst hohes Master Wertschöpfung erzeugt und weil sie andererseits begründet erreichbar sind, selbst wenn der aktuelle Job oder sogar die aktuelle Branche wegfällt.
00:11:52: Durch Bildung durch Qualifikationsmaßnahmen, durch Fleiß und durch die Bereitschaft sich zu verändern.
00:11:59: So ein Umstieg, wenn er nötig ist, der ist nicht leicht keineswegs – ich will es auch überhaupt nicht idealisieren!
00:12:06: Aber es ist zumindest theoretisch erreichba... Darum gab es ja in den von industriellem Verhandel geprägten Gegenden nicht nur Sozialpläne für Fabrikerweiter und Bergerweiter, sondern gerade dort auch massive Umschulungsprogramme.
00:12:21: Der Umstieg war möglich – sogar der Aufstieg waren möglich!
00:12:24: Auch dann wenn der aktuelle Job weggefallen ist.
00:12:29: Noch größer gedacht?
00:12:31: Das zentrale Versprechen moderner Wissensgesellschaften lautet Wenn du lernst, wenn du dich anstrengst und dich qualifizierst dann wirst du gebraucht.
00:12:40: Dann wirst Du einen Job haben, dann werst Du auch aufsteigen.
00:12:44: Und den progressiven Sozialstaaten ist es ergänzt um den Zusatz Das gilt auch dann, wenn Du aus einer gesellschaftlich benachteiligten Schicht kommst Denn wir bemühen uns um möglichst hohe Durchlässigkeit im Bildungssystem.
00:12:58: Dieses zentrale Bildungs- und Aufstiegsversprechen das gerät gerade ins Wanken Paradoxerweise durch eine Branche, die jahrzehntelang erzählt hat wir brauchen gut qualifizierte Leute also durch die IT-Industrie.
00:13:13: Die nun plötzlich selbst sagt hm eigentlich brauchen wir auch viele dieser Menschen gar nicht mehr.
00:13:20: Vibecoding und Co.
00:13:21: lassen grüßen.
00:13:23: ausgerechnet jede Branche die Jahrzehnte lang gepredigt hat wissen sei das neue Gold beginnt plötzlich selbst zu sagen naja Vielleicht brauchen wir gar nicht mehr so viele Wissensarbeiter.
00:13:35: Das ist ideologisch erschütternd, aber es ist gesellschaftlich explosiv.
00:13:40: Fobo macht uns nicht deshalb Angst weil gerade viele Menschen erleben.
00:13:45: KI kann ganz gute Texte schreiben schönes Leitz bauen kann das eine oder andere was ich tue eigentlich ziemlich gut sondern weil Menschen den Verdacht haben vielleicht verliert sogar Qualifikation an sich gerade wert.
00:13:59: vielleicht ist sozialer Aufstieg als ins Aussicht stehendes Lebensprinzip ernsthaft in Gefahr.
00:14:07: Und das ist keine Diskussionsebene, die auf betrieblicher Ebene zu Ergebnissen führen kann.
00:14:14: Viele öffentliche Debatten tun ja so, als wäre KI-Einsatz eine Art Naturgewalt – is aber nicht!
00:14:21: Er beruht auf gezielt und nachvollziehbar getroffenen Entscheidungen und auf grundsätzlichen Prinzipien, Der Vorstand eines Unternehmens, dessen Bonus an Quartalszahlen hängt entscheidet aus Effizienzkründen logischerweise auf KI zu setzen um Personalkosten zu sparen.
00:14:41: Um damit Investoreninteressen zu bedienen die wiederum im Interesse der Anleger sind auch der individuellen Kleinanleger.
00:14:50: KI ist ein Werkzeug innerhalb eines politischen eines ökonomischen Systems.
00:14:58: Im achtziger Jahre.
00:14:59: Hollywood-Klassiker Wall Street, sagt der Schauspieler Michael Douglas als Investor Gordon Gekko den legendären Satz Greed is good.
00:15:09: Gear ist gut!
00:15:12: Gekco erläutert das Gear als Synonym für Ambitionen unter Streben nach Fortschritt die treibende Kraft der Evolution sein.
00:15:22: Die wirtschaftliche Optimierung auf der Systemebene liegt eben in der Regel nicht im Interesse des einzelnen Akteurs, zumindest kurzfristig nicht.
00:15:32: Denn die Folgewirkungen übersteigen den Kontext des individuellen Entscheidungshorizonts.
00:15:38: Unser Wirtschafts- und Sozialsystem beruht auf massenhafter Arbeitsleistung – und damit massenhafter Steuerleistung!
00:15:46: Und auf massemhaften Wohlstand und damit Produktivität nicht nur gesamtheitlich erhöht, sondern sogar maximal konzentriert.
00:15:59: Wenn nicht nur einzelne Berufe und keine einzelnen Branchen buchstäblich arbeitslos werden, sondern die große Breite, dann entsteht ein fundamentaleres Problem als bloße Arbeitsplatzdiskussionen.
00:16:11: So gravieren sie für Betroffene noch sein mögen.
00:16:16: Dann entsteht nämlich ein echter Systembruch in Form eines in sich im aktuellen System nicht mehr auflösbaren Widerspruchs.
00:16:24: Darum müssen wir größer denken und größer fragen.
00:16:28: Die Dampfmaschine war nicht gierig, der Traktor war nicht Gierig Und die KI ist auch nicht gierung.
00:16:35: Aber Technologien werden innerhalb von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Logiken eingesetzt Und KI macht diese Logiken und ihre Konsequenzen nun zunehmend transparent.
00:16:49: Der Blick nach vorne Ich habe eingangs gesagt, es gibt zwei Antworten auf die Frage ob ich FOBO habe Angst davor, obsolet gemacht zu werden durch die Technik.
00:17:00: Die eine Antwort auf diese Frage scheint mir banal zu sein.
00:17:04: Ja klar stellt sich auch mir das Thema welcher Teil meines Berufs durch KI automatisiert wird, welchen Teil meiner Arbeitsleistung künftig nicht mehr ich selbst erbringen werde?
00:17:14: Die andere Antwort aber und das ist die wichtiger in meinen Augen – die andere Antwort lautet originellerweise Es ist die falsche Frage.
00:17:23: Und es ist jetzt keine zirkuläre Rhetorik, ich weiche auch der Fobofrage nicht aus ganz im Gegenteil!
00:17:29: Ich möchte sie substanziell diskutieren.
00:17:32: Es ist doch keine semantische Haarspalterei... ...ich bin überzeugt.
00:17:37: diese Perspektive führt direkt zum Kern der Sache Viel wichtiger als die Frage, ob mein Job obsolet wird oder ob irgendein Job absolet wird.
00:17:48: Viel wichtiger ist es zu diskutieren, ob tatsächlich mehrere Erzählungen gleichwertig nebeneinander stehen können – jene vom Nullsummenspiel und jene von dem Kahlschlag, jene der enormen Sprengkraft der Technologie sowie jene einer gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen.
00:18:08: Die ganze Debatte über KI und Arbeit hängt wesentlich davon ab, welche Frage wir stellen unter welcher Ebene wir sie stellen.
00:18:16: Wollen wir betriebswirtschaftlich optimieren?
00:18:20: Volkswirtschaftlich?
00:18:22: Gesamtgesellschaftlich?
00:18:24: Sind das dies Jung der Handlungsfelder oder können wir das eine UND das andere erreichen?
00:18:31: Ich finde jedenfalls diese Diskussion ist deutlich lohnender als jene wie viel meiner aktuellen Arbeitsleistung JetGPD übernimmt!
00:18:39: Und übrigens, solange sich Menschen solche Fragen ernsthaft stellen und sie gewissenhaft miteinander verhandeln – so lange brauchen wir keine Fobo haben.
00:19:11: Abonnieren Sie diesen Podcast und seien sie auch das nächste Mal wieder dabei, wenn es wieder heiß ist.
00:19:16: Vorne ist wo sich noch keiner auskennt!