00:00:00: Ja, heute mal ein Follow-up zur letzten Episode.
00:00:03: Da habe ich ja gesagt jedes Unternehmen das zukunftsfähig sein möchte muss sich zur Green Economy zählen.
00:00:10: Natürlich muss jetzt nicht jeder Betrieb Solaranlagen bauen oder Windräder produzieren, das ist eh klar.
00:00:15: Mir ging es darum aufzuzeigen dass für jedes eben wirklich jedes Unternehmen die ernsthafte Beschäftigung mit Nachhaltigkeit, mit Energie und Ressourcenverbrauch der Umgang mit Klima Risiken unter Aufbau neuer Kompetenz in diesem Thema über die eigene Wettbewerbsfähigkeit entscheidet.
00:00:33: Zu der Folge habe ich zahlreiche Rückmeldungen bekommen, ganz überwiegend positive Zustimmende und vor allem auch in der Art von wir stimmen dir zu.
00:00:42: Aber was sollen?
00:00:43: Was können wir denn in der Praxis wirklich tun?
00:00:47: Gerade auch als Kleinbetrieb, als Klein- und Mittelbetrieb?
00:00:50: heute also fünf Antworten nicht auf die Frage ob man zur Green Economy gehören soll sondern wie das ganz konkret gelingen kann.
00:01:03: Vorne ist wo sich noch keiner auskennt.
00:01:06: Gut so, das verleiht ein Spielraum.
00:01:08: Herzlich willkommen beim Blick nach vorn dem Podcast zur Zukunft von Gesellschaft und Wirtschaft!
00:01:14: Mein Name ist Franz Kümmerer und ich bin Trendforscher.
00:01:18: Ja, dass eine Folge zum Thema Klimawandel viele Reaktionen auslöst – das war mir schon klar insbesondere natürlich in einer Zeit der Hitzewelle wo auch der verbohrteste Leugner zu der Einsicht kommen muss, dass es so nicht weitergeht möchte man zumindest meinen, denn tatsächlich habe ich auch ausreichend viele Kommentare bekommen in der Art von es gibt keinen menschgemachten Klimawandel.
00:01:40: Merken Sie sich das endlich oder sie sind ja auch nur so.
00:01:43: ein grünversifter Aktivist.
00:01:45: original Zitat übrigens und auf ironische Art gerade zu mein Lieblingsfeedback.
00:01:51: haben Sie schon mal was von El Nino gehört?
00:01:54: Na eben!
00:01:55: Also kurz gesagt es gibt auch unter erdrückender Beweislast immer noch zu viele Leugner, zu viele Ignoranten und ich sage das jetzt ganz offen auch zu viele Spinner.
00:02:04: Aber um die geht es mir nicht ausdrücklich in der heutigen Folge.
00:02:08: also die Kategorie der grünen Kommentare, die haken wir mal ab.
00:02:12: wie wird das Problem lösen?
00:02:14: Das ist ein Thema für eine andere Episode vor allem weil ja umgekehrt die Zustimmung zur letzten Sendung riesengroß war.
00:02:22: Der ganz, ganz überwiegende Teil der Feedbacks waren positive Kommentare.
00:02:27: Eben vor allem auch in der Form.
00:02:29: ich bin ganz deiner Meinung.
00:02:30: aber wie gelingt der Schritt von der abstrakten Theorie zur Praxis oder in der Art von was sollen wir?
00:02:36: Was können wir tun?
00:02:37: Ganz konkret!
00:02:39: Wir sind kein Unternehmen das Produkte- oder Dienstleistung im Nachhaltigkeitssektor anbietet.
00:02:43: Wir machen keine PV Anlagen oder so und du sagst uns wir müssten trotzdem Green Economy sein.
00:02:49: Wie soll es gehen?
00:02:51: Das kam vor allem aus dem Bereich der Klein- und Mittelbetriebe oder auch aus dem EPU-Bereich.
00:02:57: Ich schick mal voraus, dass wir jetzt keine Strategieberatungssession zum Thema Sustainability da gibt es ausgewiesenere Expertinnen und Experten dafür.
00:03:05: aber fünf Ansatzpunkte mag ich schon mitgeben.
00:03:08: heute also fünf Arten grün zu Wirtschaften selbst wenn man ein normales unter Anfangszeichen Unternehmen ist und nicht im Nachhaltigkeitssektor tätig.
00:03:18: Fangen wir ganz vorne an, erstens beim offensichtlichen.
00:03:23: Das naheliegendste ist natürlich den eigenen Fußabdruck zu reduzieren.
00:03:26: das ist die klassische Nachhaltigkeitsperspektive.
00:03:29: Weniger Energieverbrauchen weniger CO² direkt oder indirekt freisetzen auf Materialien Abfall Flächen Verbrauch Mobilität und so weiter schauen.
00:03:40: Praktisch jedes Unternehmen jedes KMU jedes Einzelunternehmen kann tätig werden Und sei es auch nur bei der Auswahl der eingesetzten Produkte.
00:03:49: Gerade dieser letzte Punkt ist in der Praxis leider vielfach ein Herumfitzeln an Details und immer auch ein Abwägen zwischen mindestens zwei, leider halbgarn Alternativen weil perfekte Produkte die in den Büro oder Arbeitsalltag passen, die gibt's noch viel zu selten.
00:04:07: Ein Beispiel selbst einen Einpersonen-Digitaldienstleister der aus dem Homeoffice heraus arbeitet wird eine Computer haben.
00:04:14: So, da kann man jetzt recherchieren wie es da und die Nachhaltigkeit dieses Computers bestellt ist.
00:04:20: Wir setzen beispielsweise in meinen Unternehmen sowohl in der Consulting-Gesellschaft als auch im Beteiligungsmanagement und auch im Contentunternehmen durchgehend auf Apple Produkte Das Aluminium das Cobalt des seltenen Erden den Apple Devices eingebaut sind stammen laut Apple zu hundert Prozent aus Recycling.
00:04:43: In meiner persönlichen Erfahrung haben wir Apple Computer auch viel länger im Einsatz, mehrere Jahre.
00:04:48: Viel länger als zuvor andere PCs wo wir häufiger auf das Nachfolgemodell umgestiegen sind.
00:04:55: Auch gut!
00:04:57: Dafür steht es um die Reparaturfreundlichkeit von der Apple Produkten ziemlich schlecht.
00:05:00: Das ist also ein Nachteil und da muss man jetzt eine impfette Entscheidung treffen aber eben eine überlegte nicht einfach irgendwas kaufen oder einsetzen.
00:05:10: anderes Beispiel Reisen.
00:05:12: Ich bin als Speaker und als Berater weltweit tätig.
00:05:15: Wir haben Kunden in Europa, im Nordamerika.
00:05:18: ich bin auf Konferenzen rund um die Welt im Einsatz wir haben Standorte in Wien und in Montreal.
00:05:23: also ich bin echt viel unterwegs Und manches davon lässt sich tatsächlich nicht anders lösen als zu fliegen.
00:05:29: Aber innerhalb von Europa oder innerhalb von Kontinenten bin ich dann wann immer irgendwie möglich mit der Bahn unterwegs Nicht mit dem Auto und eben nicht mit dem Flieger.
00:05:38: Das ist eine Umstellung, das erfordert auch ein anderes Maß an Logistikplanung und da muss ich auch Kompromisse schließen.
00:05:45: Zum Beispiel – Ich habe mehrere größere Kunden in der Schweiz.
00:05:49: Früher bin ich davon Wien aus, wie in Zürich-Wien geflogen ohne nachzudenken.
00:05:53: Red Eye Flight Hin, Abendmaschineretour.
00:05:57: Heute nutze ich häufig auch den Nachzug und vor allem die Kombination Flieger & Bahn Mit der Morgenmaschine nach Züricher voller Arbeitstag in der Schweiz Abends dann mit dem Nachzug zurück nach Wien.
00:06:09: Da kommt man da früh an, kann im Zug noch duschen und Frühstücken und fährt dann mit der U-Bahn direkt ins Büro.
00:06:16: Und natürlich waren immer möglich mache ich die Meeting sowieso remote.
00:06:20: Ich kann mir noch gut erinnern das ist noch gar nicht so lange her dass sich für eine einstunden Besprechung nach Frankfurt oder nach Brüssel geflogen bin.
00:06:26: völlig absurd aus allen möglichen Gründen.
00:06:29: Mein Reisemix hat sich geändert.
00:06:32: Ist es schon ideal?
00:06:33: Ist ja schon green enough?
00:06:35: Nein sicher nicht.
00:06:37: Aber ich beziehe das Thema in meine Planung, in meiner Überlegungen standardmäßig ein.
00:06:41: Das habe ich früher nicht gemacht und das ist Fortschritt.
00:06:44: Genau solche Abwägungen kann und sollte man in allen Bereichen des wirtschaftlichen Betriebs machen egal wie groß oder wie klein man ist.
00:06:53: Ich hab damit übrigens so begonnen dass ich eine Woche lang in mein Notizheft minutiös geschrieben habe was sich beruflich in die Hand genommen oder gemacht habe also zum Beispiel morgens PC aufgedreht, Maus und Tastatur angefasst usw.
00:07:07: Der kommt dann ganz rasch eine irrelange Liste zustande – und dann habe ich das geklastert und eine Tabelle draus gemacht!
00:07:14: Wie könnte ich das oder das nachhaltiger machen in der Auswahl der Methoden oder der Produkte?
00:07:20: Ich weiß die Nachhaltigkeitsexperten, die da jetzt zuhören werden sagen was für eine absurde Art an das Thema heranzugehen aber ich fand es recht augenöffnend für mich selbst weil man ja so viele Dinge im Alltag ganz selbstverständlich macht.
00:07:32: Und eben, wenn man eine Transformation einleiten will dann ist der erste Schritt das Selbstverständliche sichtbar zu machen und zur Hinterfragen Punkt eins also Zweitens direkt angeknüpft indem ich selbst überlege und entscheide wie ich meine Unternehmen zunehmend in Richtung Sustainability orientiere, entscheide ich auch darüber wie mein Wertschöpfungs-Netzwerk aussieht oder anders gesagt mit wem arbeite ich zusammen vor- und nachgelagert zu meinen eigenen Leistungen.
00:08:03: Unmittelbar fällt das dort auf, wo wir Einkaufsentscheidungen treffen wie gerade eben schon gesagt aber mittelbar betrifft es auch die Wahl der Geschäftspartner und letztlich auch der Kunden mit denen man zusammenarbeitet.
00:08:15: Ich berate beispielsweise ganz aktuell ein sehr großes Unternehmen in mehrere Tausend Mitarbeitende bei der Umgestaltung seiner Bürolandschaft.
00:08:23: Dieses Unternehmen hat von Anfang an gesagt, Nachhaltigkeit steht für uns völlig außer Frage.
00:08:29: Das neue Büro hat dann eben auch Holzbauweise, Solarstrom
00:08:33: usw.,
00:08:33: die ziehen das volle Register.
00:08:36: Da macht es gleich viel mehr Freude und Sinn auch für mich selbst in so einem Projekt mitzuarbeiten.
00:08:41: Anderes Beispiel Wir haben gerade eine Minderheitsbeteiligung an einem Unternehmen abgeschlossen als Investoren Und der Hauptgesellschafter dieses Unternehmens sagt, wir wissen unsere Branche ist nicht nachhaltig.
00:08:54: Wir wollen das aber ändern!
00:08:55: Wir werden dafür fünf, sechs, sieben Jahre brauchen – Aber wir machen
00:08:59: das!".
00:09:01: Umgekehrt muss man mit sich selbst ins Gewissen gehen.
00:09:03: würde ich einen Beratungsauftrag auch dann annehmen?
00:09:06: für den Kunden, der sagt mir es alles wurscht oder der unverblömte Greenwashing betreibt?
00:09:12: Würde ich mit einem Geschäftspartner zusammenarbeiten, würde ich in einen Betrieb investieren wo der Geschäftsführer ganz stolz täglich mit dem V-Acht Benziner vorfährt.
00:09:22: Ich verstehe sehr gut dass das keine leichten Entscheidungen sind, dass man nicht immer so entscheiden kann wie man gerne möchte, dass es die normative Kraft des Faktischen gibt.
00:09:30: Man braucht den Auftrag, es gibt gerade irgendwie keinen anderen Zulieferer zu diesem Preispunkt.
00:09:36: aber noch einmal Es sind bewusste Entscheidungen die wir treffen Und wenn wir jemanden sagen, du mit dir arbeite ich nicht.
00:09:44: Dann ist es nicht nur eine Gewissensfrage die einen selber besser schlafen lässt sondern auf Dauer eben auch ein marktwirksamer Faktor.
00:09:53: Prittens Jedes Unternehmen kann sich fragen welche Wirkung erzeugt meine Arbeit bei anderen?
00:10:00: Trägt das was ich anbiete und wie ich die Leistung erbringe trägt dazu bei dass meine Kunden nachhaltiger werden?
00:10:09: Gerade für kleinere Betriebe ist das spannend, weil wir da über Hebelwirkung sprechen.
00:10:14: Denn ich muss nicht selbst eine Tonne CO² einsparen damit meine Arbeit ökologische Wirkung entfaltet.
00:10:19: Ich kann auch durch die Ergebnisse meiner Arbeit dazu beitragen dass mein Kunde eine zwei drei oder eben hunderte Tonnen einspart und zwar auch dann wenn ich nicht aus der klassischen Definition der Green Economy stammel.
00:10:34: Eine IT-Firma kann Softwareentwickling die Logistik effizienter macht.
00:10:38: Eine Bank kann Investitionen in energetische Sanierungen finanzieren.
00:10:43: Eine Personalberatung kann Unternehmen helfen, die Kompetenzen für die Sustainability-Transformation aufzubauen.
00:10:50: Ein Architekt kann Gebäude planen, die weniger Energie und Ressourcen verbrauchen.
00:10:55: Ein Content Creator kann sagen – in den Inhalten, die ich vermittle kommt immer wieder das Thema vor!
00:11:01: Und ich appelliere damit nicht nur meine Audience, sondern ich normalisiere auch die allgemeine
00:11:05: Erwartungshaltung.".
00:11:08: Und eine Unternehmensberatung kann helfen, nachhaltigere Strategien und Geschäftsmodelle zu entwickeln.
00:11:14: Ob man das dann entsprechend vermarkten möchte oder einfach implizit macht?
00:11:18: Das ist eine andere Entscheidung!
00:11:20: Ich glaube ja ohnehin dass Green Marketing ein ganz kurzes Zeitfenster hat weil in sehr nah Zukunft wird es völlig selbstverständlich sein, dass die Leistungen, die wir erbringen grün sind.
00:11:30: alles andere werden noch nicht mehr verkaufbar und man kann sich damit auch nicht mehr brüsten.
00:11:35: Es schreibt ja auch keiner auf die Webseite, wir sind keine Steuerhinterzieher oder wir sind kein Ausbeuter.
00:11:41: Das ist eh klar weil wir zu Recht annehmen dürfen alle Unternehmen handeln sowohl im Rahmen der Gesetze als auch im Rahmen einer moralischen Grundordnung.
00:11:50: das heißt es ist kein Wettbewerbsvorteil.
00:11:54: Was ich damit sagen will, wenn wir heute mit unseren Produkten und Dienstleistungen dazu beitragen dass unsere Kunden nachhaltiger werden dann können wir das jetzt gerade noch als Wettbewerbsvorteil vermarkten.
00:12:04: In ein paar Jahren wird es selbstverständlich sein.
00:12:07: Dennoch der dritte Punkt ist dafür kleinere Betriebe wichtige Perspektivwechsel.
00:12:12: Wir haben selbst vielleicht keine großen Potenziale Energie einzusparen usw.
00:12:17: Aber wir haben über den Weg unserer Angebots- und Leistungsgestaltung enorme Hebelwirkungen bei unseren Kunden.
00:12:24: Viertens die weitreichendste Form, das ist Nachhaltigkeit zum Geschäftsmodell zu machen Also nicht nur das eigene Unternehmen ein bisschen grüner machen sondern darüber nachdenken welche neuen Geschäftsmöglichkeiten aus dieser Transformation entstehen.
00:12:40: Denn rund um das Thema entsteht Nachfrage in eigentlich allen erdenkbaren Dimensionen des wirtschaftlichen Handelns in der Finanzierung, bei Software, bei Beratung, Planung, Ausbildung, Zertifizierung, Kommunikation, Datenanalyse und eigentlich allen anderen Dienstleistungen.
00:12:57: In der Produktion beim Schließen von Materialkreisläufen, bei effizienter Nutzung von Ressourcen
00:13:02: usw.,
00:13:05: Peter Drucker hat einen Satz gesagt, der mir immer als Leidsterren für mein eigenes unternehmerisches Handeln gedient hat nämlich every single social or global issue of our time is an untapped business opportunity.
00:13:18: Jedes Problem einer Gesellschaft ist eine Geschäftschanze.
00:13:23: Wir sprechen immer darüber, wie viel der Umstieg der Wirtschaft auf Nachhaltigkeit kostet – Milliardenbeträge stehen da im Raum und dann wird gejammert wer soll das zahlen?
00:13:33: Ich frage mich immer andersrum, wer wird das einnehmen?
00:13:36: Weil wenn Milliarden ausgegeben werden gibt es umgekehrt jemanden, der diese Milliarden kassiert Und das sind Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringen, die genau auf das Thema Nachhaltigkeit einzahlen.
00:13:49: Die ihr Geschäftsmodell entsprechend ausgerichtet haben!
00:13:53: Also nicht nur das Gleiche wie bisher noch ein bisschen grüner zu machen sondern sich fragen Wie kann ich von dieser Transformation durch ein innovatives Geschäfts-Modell wirtschaftlich profitieren?
00:14:06: So, das waren jetzt vier Faktoren und ich sage mal diese vier Punkte kann jedes Unternehmen jeder Betrieb egal wie groß oder wie klein, egal aus welcher Branche.
00:14:15: Diese vier Fakten können wir alle einmal durch deklinieren und uns ganz ernsthaft damit auseinandersetzen ist da was dabei?
00:14:23: Was können?
00:14:24: Was sollen wir tun?
00:14:26: Abschließend gibt es noch einen fünften Punkt nämlich throw money at the problem.
00:14:30: Das ist ja gerade auch in katholischen Ländern eine seit dem Ablasshandel gut geübte Praxis.
00:14:35: Wir machen weiter wie bisher, zahlen aber für unsere Sünden im Nachhaltigkeitsbereich.
00:14:41: heißt das dann CO² Kompensation.
00:14:44: Das ist sicher besser als überhaupt gar nichts zu machen, habe.
00:14:46: ich würde ganz klar empfehlen die vorher aufgezählten vier Hebeln der Priorität nach oben zu rein und da kann man immer noch über Geldzahlung nachdenken.
00:14:56: Die Idee, sich frei zu kaufen ist nicht nur moralisch sondern auch in ihrer tatsächlichen Wirksamkeit problematisch.
00:15:02: Weil so einfach ist die Rechnung ja nicht!
00:15:04: Wir machen weiter wie bisher finanzieren irgendwo ein Aufforstungsprojekt und sind deshalb klimaneutral.
00:15:09: Bis der Wald seine Wirkung entfaltet.
00:15:11: das dauert Jahre Jahrzehnte.
00:15:13: Steht der Wald dann noch?
00:15:15: Das wissen wir nicht.
00:15:16: Wäre die Aufforstung vielleicht sogar ohnehin passiert... Und da gibt sich dann eigentlich gar kein zusätzlicher Beitrag zur CO².
00:15:23: Redaktion, auch das ist manchmal fraglich.
00:15:26: Und letztlich so zu denken zementiert ja unseren eigenen Statusquo als Unternehmen ein!
00:15:32: Da steckt ja keinerlei weite Entwicklung keine Innovationen und keine Zukunftsorientierung drin.
00:15:37: Ja, Kompensation ist schon okay aber ich bin sicher wir müssen es pferd von der anderen Seite aufzäumen.
00:15:43: Zuerst vermeiden was sie vermeiden lässt Dann reduzieren was sich nicht vermeiden, aber eben reduzieren lässt.
00:15:50: Dann die eigene Wertschöpfung verändern und anderen bei ihrer Transformation helfen – und wenn ich dann am Ende überall das hinaus noch einen Teil meines Gewinns in gute Klima- oder Naturschutzprojekte investiere, na umso besser!
00:16:06: Der Blick nach vorne?
00:16:08: Ich bleibe ganz fest bei meiner These aus der letzten Folge.
00:16:11: Jedes zukunftsfähige Unternehmen muss sich als Teil der Green Economy verstehen.
00:16:17: Mit dem Klima-Risiko und dem Thema Nachhaltigkeitsstrategisch umzugehen, das ist Führungsverantwortung.
00:16:22: Das beginnt an der Spitze.
00:16:25: Und zwar eben nicht aus komplein Sicht oder weil es sich gut anfühlt oder moralisch angebracht erscheint sondern schon alleine aus purer wirtschaftlicher Intelligenz heraus.
00:16:35: Ich habe in der letzten Folge gesagt man muss kein Klimaaktivist sein um den Klimawandel ernst zu nehmen.
00:16:40: Es reicht schon aus rechnen zu können Und ich hoffe halt, wer Unternehmerin oder Unternehmer ist – wer Führungsverantwortung hat – der kann rechnen.
00:16:49: Die Erfolgsgleichung dieser Rechnungen besteht aus fünf Variablen.
00:16:53: Erstens vermeiden und mit Emissionen, Ressourcenverbrauch, Reisen
00:16:57: etc.,
00:16:58: gar nicht erst verursachen.
00:17:00: Zweitens reduzieren das was notwendig bleibt effizienter und emissionsärmer zu machen.
00:17:08: Drittens transformieren Produkte, Dienstleistungen, Beschaffung und Geschäftsmodell verändern.
00:17:14: Viertens ermöglichen über die eigene Leistung positive Verwirkung bei Kunden und Partnern erzeugen.
00:17:21: Und fünftens zusätzlich beitragen verbleibende Mittel in hochwertige Klima Naturschutz oder Aufforstungsprojekte investieren.
00:17:30: Und vielleicht zum Abschluss noch ein Bonuspunkt sechstens Suchen Sie sich einen Berater, der sich mit dem Thema in der Tiefe auseinandersetzt.
00:17:37: Der mit Ihnen eine auf Ihr Unternehmen zugeschnittene wirksame und passende Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt.
00:17:44: Es gibt sehr viele sehr gute solche Beratungsangebote.
00:17:47: machen sie davon gebraucht.
00:17:48: das ist keine Eigenwerbung.
00:17:50: Wir selber haben das gar nicht im Portfolio.
00:17:52: aber wenn ich mir gerade selber so zuhörn drüber nachdenk warum eigentlich nicht?
00:17:57: So jetzt habe ich sogar selbst was aus meiner eigenen Episode mitgenommen auch nicht schlecht.
00:18:03: Ich hoffe Ihnen geht es ebenso.
00:18:04: Ich freue mich, wenn der eine oder andere Gedanke dabei war, der auch Sie dazu anregt darüber nachzudenken.
00:18:10: wo können wir konkret etwas verändern in unserem eigenen Handeln?
00:18:15: Bitte lassen Sie es mich gerne wissen.
00:18:16: kommentieren sie dort wo Sie den Podcast hören oder davon gelesen haben oder schreiben sie mir wie Ihr Unternehmen schon heute zur Green Economy gehört oder eben in Zukunft gehören wird.
00:18:31: Das war eine Folge von Blick nach vorne dem Podcast zur Zukunft von Gesellschaft und Wirtschaft.
00:18:38: Mein Name ist Franz Kühmeyer, und ich sage vielen Dank fürs Zuhören!
00:18:42: Alle Informationen finden Sie auf www.blicknachforne.com.
00:18:48: Abonnieren Sie diesen Podcast und seien sie auch das nächste Mal wieder dabei wenn es wieder heißt Vorne ist wo sich noch keiner auskennt.